Donnerstag, 10. August 2017

Lauras Top 5 der rasantesten Efteling-Attraktionen

Am 8. August haben wir (Katrin und ich) dem niederländischen Freizeitpark "Efteling" zum dritten Mal einen Besuch abgestattet. Auch wenn es fast den ganzen Tag geregnet hat, war dieser Tag in der "Welt voller Wunder" erlebnisreich und spaßig. Seit mittlerweile 65 Jahren begeistert "Efteling" große und kleine Besucher. Ob ruhige Themenfahrten, Familienattraktionen oder schnelle Achterbahnen - der Park bietet von allem etwas. Darüber hinaus besticht er durch tolle Thematisierungen und viel Natur. 
Wir haben trotz des Regens einen Großteil des Parkangebots nutzen können und berichten euch in diesem sowie dem nächsten Post von unseren persönlichen Highlights. Ich werde in diesem Beitrag auf meine Top 5 der rasantesten Attraktionen eingehen, während Katrin ihre spaßigsten fünf vorstellen wird.

5. Piraña (Rapid River)

Achtung, hier wird man garantiert nass!
Foto: Efteling
Obwohl diese Wasserattraktion 1983 eröffnet wurde und somit schon über 30 Jahre alt ist, überzeugt sie auf einer Strecke von 350 Metern dennoch mit einem richtig gelungenen Rafting-Erlebnis. An einigen Stellen kann es durch Stromschnellen auch mal etwas temporeicher werden. Natürlich bietet eine Fahrt durchs Wasser keine Geschwindigkeiten einer Achterbahn, aber dafür kann die Anlage durch ihre Unberechenbarkeit bestechen. Wenn das Boot vollbesetzt ist, wird die Fahrt schneller als mit weniger Personen. Es kann sich während der Reise durch den reißenden Fluss außerdem vollkommen willkürlich im Wasser bewegen. Wenn es dabei noch besonders stark von den Wellen getroffen wird, kann es schon mal richtig abenteuerlich werden, wenn das Boot dabei so richtig ins Schwanken kommt. Das schnelle Tempo merkt man auch, wenn man gegen Felsen oder andere Hindernisse stößt und beim Aufprall halb vom Sitz rutscht. Aufregend ist es zudem, weil man hier wirklich nass werden kann. Anders als bei Log Flumes (Wasserfahrten in einem Boot, das aussieht wie ein Baustamm) weiß man nie, wann der nächste Wasserschwall im Boot landet. Rapid River gehören mit zu meinen Favoriten in Freizeitparks, deshalb hat es "Piraña" auch noch in meine Top 5 geschafft.

4. De Vliegende Hollander (Wasserachterbahn)

Ein Boot ist kurz vor der Abfahrt
Foto: Laura Bremer
2007 hat der niederländische Freizeitpark mit dem "Fliegenden Holländer" eine neue Wasserattraktion eröffnet. Der Name bezieht sich dabei auf das Geisterschiff, auf das man sich begibt. Ein detailreicher Wartebereich lässt die Zeit etwas schneller vergehen und stimmt einen außerdem auf die Fahrt ein. Attraktionen, die schon beim Betreten des Gebäudes toll gestaltet ist, bekommen von mir immer Pluspunkte. Die Station ist genauso toll gestaltet wie der restliche Innenraum, so dass man sich wirklich fühlt, als wäre man in einem alten niederländischen Hafen. 
Die Fahrt beginnt im Gebäude und ist noch recht gemütlich, hat aber gleichzeitig eine schön düstere Stimmung, erschaffen durch Dunkelheit, Nebel sowie Soundeffekte. Bei unseren letzten Besuchen war außerdem eine gigantische Projektion eines alten Schiffes zu sehen, auf das man zuzusteuern schien. Dieser Effekt hat mir super gefallen, dieses Mal hat er leider gefehlt. Erst mit dem Verlassen des Indoor-Bereiches nimmt das Boot Tempo auf, da ab dort der Achterbahn-Teil beginnt. Sowohl die Abfahrt aus dem Turm als auch die gesamte restliche Strecke bieten Geschwindigkeit und Spaß, der Adrenalinpegel bleibt dabei aber noch recht weit unten. Zudem ist das rasante Abenteuer auf Schienen schnell vorbei. Nachdem man wieder im Wasser gelandet ist, schunkelt man langsam zurück zur Station. Nass wurden wir hier übrigens nicht, abgesehen vom Regen, der an diesem Tag ein treuer Begleiter war.

3. Vogel Rok (Dunkelachterbahn)

Vogel Roch taucht auch im Inneren auf
Foto: Efteling
Seit 1998 entführt diese Attraktion die Besucher in die Welt von Tausendundeine Nacht. Der Name bezieht sich auf Sindbads Abenteuer mit dem Vogel Roch (so heißt er im Deutschen), der in gigantischer Form über dem Eingang steht. Dadurch fällt das Gebäude schon von weitem auf und sieht ziemlich imposant aus. Besonders die absolute Dunkelheit macht diese Fahrt zu einem rasanten Erlebnis, da man nicht weiß, wie die Schienen verlaufen. Bei unserem ersten Besuch wurden wir von dieser Bahn hinsichtlich der Geschwindigkeit sehr überrascht. Bis dahin kannten wir nur die Dunkelachterbahn "Temple of the Night Hawk" im "Phantasialand", die dagegen schon fast gemütlich fährt. Auch bei unserem jetzigen "Efteling"-Besuch hat die Attraktion im Dunkeln mit ihrer Schnelligkeit überzeugt. "Vogel Rok" beinhaltet außerdem kleine Überraschungsmomente, beispielsweise ein Schlangenmaul, das hell erleuchtet wird, während man hindurchrast. Wir erschrecken uns an dieser Stelle immer noch. Ich finde es schön, dass der Park hier noch etwas Thematisierung eingebaut und nicht einfach alles im Dunkeln gelassen hat.

2. Baron 1898 (Dive Coaster)

Der Dive Coaster fotografiert aus "Pagode"
Foto: Laura Bremer
Diese Attraktion ist die neuste Achterbahn des Parks und wurde 2015 eröffnet. Der Besucher soll sich im Auftrag des Baron Gustave Hooghmoed auf die Suche nach Gold begeben. Die alte Miene, die von Hooghmoed "Baron 1898" genannt wurde, wird allerdings von Geistern, den weißen Frauen, heimgesucht, die das Gold bewachen. Auf dem Weg in die Miene greifen sie an und lassen den Besucher in die Tiefe stürzen.
"Baron 1898" ist definitiv eine atemberaubende Fahrt, die den Fahrgästen einen Adrenalinkick gibt. Für mich war es wahrscheinlich nochmal intensiver, da es mein erster Dive Coaster (Achterbahn mit mindestens einer fast vertikalen Abfahrt) war. Diese Attraktion unterscheidet sich sehr von anderen Achterbahnen, die ich gefahren bin. Dabei sorgt vor allem der spektakuläre Drop in einem Winkel von fast 90 Grad für Nervenkitzel. Kurz vor dem Fall ertönt noch eine Glocke, die das gesamte Thema toll abrundet. Diesen unheilvollen Klang haben wir schon im Laufe des Tages immer wieder gehört. Zwar befindet sich die höchste Stelle der Strecke in "nur" 30 Metern Höhe, doch der Fall ist fast 40 Meter tief, da man in einen Schacht unter der Erde hinabstürzt. Auch die weiteren Elemente der Fahrt bringen Spaß mit hoher Geschwindigkeit. Leider ist dieses Abenteuer ziemlich schnell wieder vorbei. Die Pre-Show, die schön zur Stimmung der Bahn passt (und der man auch als nicht niederländisch-sprechender Besucher ganz gut folgen kann), hat länger gedauert als die Fahrtzeit von "Baron 1898". Beliebt ist diese Attraktion auf jeden Fall, denn ich konnte beobachten, wie sich einige Leute begeistert für eine nächste Runde angestellt haben. Da es schon recht spät war, als ich diesen Coaster gefahren bin, gab es kaum Wartezeiten. Wenn ich nicht schon so k.o. gewesen wäre, hätte ich mich den anderen Personen sicherlich angeschlossen.

1. Joris en de Draak (Racing-Holzachterbahn)

 Die Achterbahn liegt am See vom "Fliegenden Holländer"
Foto: Laura Bremer
Diese Attraktion, die auf Deutsch "Georg und der Drache" heißt, steht für mich ganz klar an der Spitze dieser Top 5. Zwar erreicht sie nicht die maximale Geschwindigkeit von "Baron 1898", doch die Fahrt dauert länger und sie hat sich für mich noch rasanter angefühlt als der Dive Coaster. Das Besondere an dieser Attraktion: Es ist eine Racing-Achterbahn, bei der die Besucher in zwei Zügen gegeneinander antreten. Die Gewinner werden nach dem Rennen mit Applaus begrüßt, die Verlierer mit mitleidigen Buhrufen
Hier erwartet die Besucher eine wilde Fahrt mit schnellen Wendungen sowie tollen Airtime-Momenten (der Augenblick, in dem man aus dem Sitz gehoben wird). Holzachterbahnen fahre ich generell sehr gerne in Parks (außer die Höllenfahrt von "Bandit" im Movie Park) und "Joris en de Draak" gehört neben "Wodan" (Europa Park) und "Colossos" (Heide Park) zu meinen Favoriten. Obwohl wir an diesem Tag das Pech hatten, uns genau dann anzustellen, als die Züge für gut 20 Minuten nicht gefahren sind, haben wir dennoch ausgeharrt. Da es im Wartebereich kaum Thematisierungen gibt, hat sich das schon ziemlich gezogen. Es gab zwar zusätzlich eine englische Durchsage mit Informationen, warum die Bahn stillsteht, wir konnten sie aber beim besten Willen nicht verstehen. Jeder um uns herum hat einfach weitergeredet. Das Warten hat sich aber definitiv gelohnt. Ein kleines Highlight war dabei auch noch, dass wir das Rennen gewonnen haben und die Stimmung in unserem Zug richtig gut war. Die Fahrt war für mich die beste des Tages und hat noch einmal bestätigt, warum "Joris en de Draak" zu meinen Favoriten zählt. 


Das waren meine Top 5 der rasantesten "Efteling"-Attraktionen. Ich hoffe es hat euch gefallen. Schreibt mir gerne in die Kommentare, welche Bahnen eure Favoriten sind, wenn es um Geschwindigkeit geht. Schaut auf jeden Fall bei Katrins Top 5 Post vorbei, der morgen online geht.

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